PflegeSchuleUhlebüll (PSU) kann an den Start gehen!

Am 23. September 2019 erreichte die Stiftung Uhlebüll die Mitteilung des Landesamtes für soziale Dienste des Landes Schleswig-Holstein: „ … nach § 5 des Gesetzes über die Berufe in der Altenpflege (Altenpflegegesetz – AltPflG) i. d. Fassung der Bekanntmachung vom 25. Aug. 2003 (BGBl. I S. 1690) wird die von Ihnen (… der Stiftung Uhlebüll) in den Räumen des Nordfriesischen Innovations-Centers (NIC) in der Schmiedestr. 11 in 25899 Niebüll zu errichtende Altenpflegeschule unter der fachlichen Leitung von Kirsten Glismann-Christiansen mit Wirkung vom 1. Oktober 2019 staatlich anerkannt.“

Groß ist die Freude über die lang erwartete Genehmigung der Pflegeschule des Landes. Personal, also Dozenten zu finden, ist nicht schwierig gewesen. Mit dem NIC steht auch ein Ort für die Unterrichtseinheiten fest, der durch seine Bahnhofsnähe und Zentrumslage attraktiv ist. Eine ausreichende Anzahl von Kooperationsverträgen sind für die praktische/betriebliche Ausbildung bereits geschlossen worden.

„Wer Interesse hat, kann sich ab sofort bei uns anmelden“, so Knut Henningsen , Vorstand der Stiftung Uhlebüll.

Die Fakten sprechen für sich. „Eigene Ausbildung ist ein Schlüssel für Sozialunternehmen gegen Fachkräftemangel“, lautet die entsprechende Studie aus dem „Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein“.

„Die einjährige Altenpflegehelferausbildung stellt einen wichtigen Baustein im Gesamtpersonalmix einer stationären Pflegeeinrichtung dar und wird auch in den ambulanten und teilstationären Bereichen der Pflege immer wichtiger“, erläutert Knut Henningsen.

Die Idee der Schule für Pflegehelfer findet Zustimmung in der Stadtvertretung Niebüll, im Kreistag Nordfriesland sowie sämtlicher Bürgermeister im Amtsausschuss.

„Für die Region Niebüll sowieso, und junge Leute von Sylt, Föhr und Amrum haben dadurch die Chance auf eine wohnortnahe Ausbildung. Die Schüler der Inseln können am selben Tag zurückkehren, sie (und ihre Arbeitgeber) sparen einen erheblichen Mehraufwand an Fahrt- und Übernachtungskosten“, so der Vorstand.

Läuft die Schule erst einmal erfolgreich, ist es geplant, die dreijährige Ausbildung zum Pflegefachmann/frau (generalistische Pflegeausbildung nach dem neuen Pflegeberufereformgesetz ab 1. Januar 2020) durch die Stiftung Uhlebüll anzubieten. Damit wäre es für die Schüler innerhalb von drei Jahren möglich, über den Pflegehelfer zum Pflegefachmann/frau aufzusteigen.

Mit Kirsten Glismann-Christiansen ist es gelungen, eine erfahrene Pädagogin für die Schulleitung zu gewinnen. Honorardozenten stehen ebenso bereit wie die Kursleitung, die Dörte Christiansen übernommen hat. Von der Stiftung Uhlebüll sind Rechtsanwalt Carsten Bannert und Christoph Schmidt, Facharzt für Allgemeinmedizin und Palliativmedizin dabei. Die Stiftungsräte sehen die Motivation der Stiftung Uhlebüll auch in der Aufgabe, das Image der Altenpflege zu heben. „Es ist eine Investition in unserer aller Zukunft“, sagen sie. Für die Stiftung Uhlebüll ist die Gründung einer Pflegeschule die logische Konsequenz aus dem sich abzeichnenden Pflegekräftemangel und dem Anspruch, als Organisation für die Region „aktiv“ zu werden.

„Die grundsätzliche Voraussetzung für den Start der Ausbildung ist ein Hauptschulabschluss (erster allgemeiner Schulabschluss). Doch auch Wieder- und Quereinsteiger sind willkommen“, so Knut Henningsen.

Altenpflegehelfer können nicht nur in Pflegeeinrichtungen tätig sein, sondern auch in Krankenhäusern, ambulanten Diensten, Tagespflegeeinrichtungen, Seniorenwohngemeinschaften oder privaten Haushalten.

„Grundsätzlich unterstützen sie Pflegefachkräfte bei allen Tätigkeiten in der Betreuung und Pflege“, erläuterte die Praxisanleiterin des Friesischen Wohnparks Nadine Axelsen-Dentz.

Wir freuen uns auf Eure/Ihre Bewerbung.