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- In eigener Sache - Wem gehört die Stiftung Uhlebüll? Ich denke, dass es angeraten ist, darüber aufzuklären, wem die Stiftung Uhlebüll gehört, denn immer wieder ist zu vernehmen, dass ich, Bernd Klein, ja wohl der Eigentümer sei und damit viel Geld verdiene. Das ist ein Irrtum. Weder meine Frau noch ich sind Eigentümer, sondern nur die Gründer. Doch der Reihe nach: 1987 wandelten meine Frau Marlene und ich diese Einrichtung in eine GmbH um und es entstand die Uhlebüller Wohnstätten GmbH, kurz UWG genannt. Doch auch bei dieser Konstellation waren wir zu 90 % Eigentümer dieser Gesellschaft. Da wir nicht die Absicht hatten, die Einrichtung bei unserem Tod an irgend jemanden zu vererben, gründete ich 1995 mit dem Einverständnis meiner Frau und gemeinsam mit den Eltern eines in der UWG betreuten behinderten Mannes, eine Stiftung und wir verschenkten die komplette UWG an diese Stiftung. Das Elternpaar stiftete 150.000 DM in bar. Nun die große Frage, was haben wir davon gehabt, denn es ist anscheinend nicht vorstellbar, dass jemand eine ganze Firma einfach so verschenkt? Antwort: Wir haben es eben doch getan. Wir sind heute beide Angestellte der Stiftung Uhlebüll und ich war bis 2007 Vorsitzender des Stiftungsrates. Mein Gehalt war nicht besonders hoch. Gemessen an dem ehemaligen BAT lag es bei BAT IV a vom Stand 1999 (zuzüglich des Arbeitgeberanteils zur Sozialversicherung). Sozialrechtlich gelte ich jedoch als Selbständiger, denn das Sozialgericht Schleswig hat im Mai 2002 geurteilt, dass ich eine beherrschende Stellung habe. ABER: Weder meine Frau noch ich sind bis zu unserem 65. Lebensjahr kündbar, es sei denn, wir würden die Stiftung betrügen oder wirtschaftlich an die Wand fahren. In diesen Fällen kann und wird uns der Reststiftungsrat entlassen. Die Stiftung Uhlebüll betreut heute knapp 200 Menschen und hat inkl. aller Teilzeitkräfte und geringfügig Beschäftigen ca. 180 Mitarbeiter/innen. Der Stiftungsrat (mindestens 5, maximal 9 Mitglieder) besteht derzeit aus:
Die Arbeit im Stiftungsrat ist ehrenamtlich. An der Zusammensetzung dieses Gremiums lässt sich erkennen, dass die Stiftung Uhlebüll anders als andere Stiftungen ist. Nicht Honoratioren aus Wirtschaft, Finanz & Politik haben das Sagen, sondern ausschließlich Personen, die auf irgendeine Art mit unserer Arbeit zu tun haben oder in einem bestimmten Fachgebiet besonders bewandert sind. Die momentane Berufungsperiode endet am 13. Juli 2010. Und warum haben meine Frau und ich das nun gemacht? Gegenfrage: Warum denn nicht? Von unseren Gehältern können wir uns alles leisten was wir brauchen und was wir uns davon nicht leisten kann, brauchen wir nicht. So einfach ist das. Wichtig war und ist uns, dass die Stiftung Uhlebüll auch nach unserem Tod fortbesteht und die begonnene Arbeit weitergeführt wird. Außerdem möchten wir verhindert wissen, dass sich jemand an den Einrichtungen privat bereichern kann. Niebüll, im Dezember 2005 Marlene Feddersen & Bernd Klein Nachtrag Januar 2008: Zum 31.12.2007 habe ich mein Anstellungsverhältnis mit der Stiftung Uhlebüll gekündigt und mich von der praktischen Arbeit aus Altersgründen zurückgezogen. Lediglich der EDV-Bereich wird weiterhin von mir betreut. |
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