18.12.2012

Vertrag zum Modellprojekt sozialraumorientierte Eingliederungshilfe

Die Stiftung Uhlebüll ist dem Vertrag über ein Modellprojekt zur sozialraumorientierten Eingliederungshilfe in Nordfriesland beigetreten.

 

Am 18. Dezember 2012 wurde der Vertrag über das Modellprojekt zur sozialraumorientierten Eingliederungshilfe in Nordfriesland in den Räumen des Kreistages in Husum unterschrieben. Die Stiftung Uhlebüll ist mit ihrem ambulanten Betreuungsangebot dem Modellprojekt beigetreten.

 

Gemäß Präambel des Kooperationsvertrages zwischen den Leistungsanbietern und dem Kreis Nordfriesland beruht der Vertrag auf folgenden Grundlagen:

 

Die am Modellprojekt beteiligten 12 Leistungserbringer mit ihren Einrichtungen der Eingliederungshilfe in Nordfriesland wollen ab 2013 in einem gemeinsam gestalteten Prozess neue Wege der Zusammenarbeit und der Finanzierung der Eingliederungshilfe entwickeln und erproben.

 

Alle Beteiligten sind sich darüber einig, dass das Modellprojekt innerhalb des Landesrahmenvertrages (LRV) angesiedelt ist und daher alle Bestimmungen des LRV weiterhin Gültigkeit besitzen.

 

Der Kreis Nordfriesland und die beteiligten Leistungserbringer mit ihren Einrichtungen arbeiten partnerschaftlich und gleichberechtigt zusammen und treffen einvernehmliche Entscheidungen.

 

Allen am Modellprojekt beteiligten Leistungserbringern ist bewusst, dass der verantwortungsvolle Umgang mit den öffentlichen Finanzmitteln ein Beitrag zur Erhaltung und Entwicklung des Sozialstaates ist.

 

Daher übernehmen sie gemeinsam die fachliche und wirtschaftliche Verantwortung für den Sozialraum.

 

„Fachliche Verantwortung“ bedeutet, dass die Vertragspartner die individuellen Interessen und Bedarfe der Menschen mit Behinderung als Leitlinie ihres Handelns verstehen und umsetzen.

 

„Wirtschaftliche Verantwortung“ bedeutet, dass die Vertragspartner sich darum bemühen, das Sozialraumbudget nicht zu überschreiten.

 

Das Modellprojekt ist der Versuch, fachliche Weiterentwicklung und Begrenzung der Kostensteigerung zu vereinbaren.

 

Die Vertragspartner arbeiten vertrauensvoll und kooperativ zusammen. Dies drückt sich insbesondere in einer vorbehaltlosen, ehrlichen und transparenten Arbeitsweise der Gremien der Partner im Modellprojekt aus.

 

Die betroffenen Menschen mit Behinderungen und ihre Vertreter sowie die nicht am Modellprojekt beteiligten Einrichtungen werden in geeigneter und angemessener Weise regelmäßig mit einbezogen.

 

Vor dem Hintergrund der UN-Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderungen sollen folgende Ziele durch das Modellprojekt erreicht werden:

 

  1.  Hilfeplanung
    Der Wille des Betroffenen steht im Mittelpunkt der Entscheidungsfindung. Es gibt eine kooperative Hilfeplanung, in der der Wille der Betroffenen und die (persönlichen, Umfeld- und Sozialraum-) Ressourcen herausgearbeitet werden.
    Es soll ein Einvernehmen zwischen Leistungsberechtigtem, Leistungserbringer und Leistungsträger erzielt werden.
    Der Hilfebedarf wird ausschließlich nach fachlichen und nicht nach finanziellen Erwägungen festgestellt.
    Die passende Hilfe zur Teilhabe muss zum richtigen Zeitpunkt erbracht werden.

     
  2. Maßgeschneiderte Angebote
    Die Angebote zur Unterstützung der Leistungsberechtigten werden in jedem Einzelfall spezifisch entwickelt, jenseits von vorhandenen ambulanten oder stationären Angeboten sowie der klassischen Leistungsfelder und Gesetzessystematik.

     
  3.  Flexibler Wechsel zwischen ambulant und stationär
    Ein flexibler Wechsel zwischen den verschiedenen Angeboten (auch unterschiedlicher Träger) unter Aufrechterhaltung der Beziehungskontinuität soll ermöglicht werden.

     
  4. Fallunspezifische Arbeit (FuA)
    Die Vertragspartner werden intitiativ, Menschen mit Behinderungen die Teilhabe an Angeboten in den Sozialräumen (Sozialraumressourcen) zu ermöglichen.
    In den Sozialräumen wird die „Fallunspezifische Arbeit“ (FuA) systematisch aufgebaut, so dass z. B. bereits vorhandene Sozialraumressourcen von Menschen mit Behinderungen besser genutzt werden können.

  5.  Arbeit und Teilhabe
    Alle Menschen haben die Möglichkeit, einer Tätigkeit nachzugehen, die sie als sinnvoll empfinden und dabei am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.
    Gemeinsam mit Vertretern des allgemeinen Arbeitsmarktes werden Strukturen geschaffen, die es ermöglichen, dass Menschen mit Behinderungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein können.

     
  6. Niedrigschwellige Angebote
    Die Vertragspartner beteiligen sich an der Gestaltung niedrigschwelliger Zugänge zu Angeboten im Sozialraum.


  7. Freiräume in der Arbeit
    Die Vertragspartner haben die notwendigen Freiräume, ihre Arbeit gemäß den fachlichen Notwendigkeiten zu gestalten.

 



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